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Verbandsversammlung in Pertolzhofen vom 28.11.2020

Premiere für das neuerrichtete Haus der Vereine in Pertolzhofen: Als erste Veranstaltung fand dort die Verbandsversammlung des Zweckverbandes zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe statt. Die Gemeinde Niedermurach, zu der Pertolzhofen gehört, ist mit insgesamt 14 Ortsteilen Mitglied des Zweckverbandes.

"Das Jahr 2019 ist weitaus besser gelaufen als gedacht", eröffnete Vorsitzender Klaus Zeiser den Bürgermeistern und Verbandsräten aus elf Gemeinden mit Blick auf den Jahresabschluss. Während ursprünglich mit einem Verlust von etwa 14 000 Euro gerechnet worden war, habe sich – bedingt durch einen erhöhten Wasserverbrauch im Frühjahr – doch ein Jahresgewinn von 110 490 Euro errechnet. Die Bilanzsumme belief sich 2019 auf knapp 11 Millionen Euro, darin enthalten waren Investitionsprojekte in Höhe von gut einer Million Euro.

Fast schon eine reine Formsache war die Entlastung von Verbands- und Geschäftsführung für das Haushaltsjahr 2019. Für den Rechnungsprüfungsausschuss hatte Vorsitzender und Bürgermeister Martin Prey (Niedermurach) sparsames und wirtschaftliches Arbeiten bescheinigt. Die überörtliche Rechnungsprüfung für 2014 bis 2018 bescheinigte ebenfalls geordnete Finanzen.

Ab 1. Januar 2021 gilt für das Gebiet des Zweckverbandes eine neue Beitrags- und Gebührenordnung, der in der Versammlung geschlossen zugestimmt wurde. Der Wasserpreis pro Kubikmeter steigt von bisher 1,20 Euro auf 1,40 Euro in den Mitgliedsgemeinden, und für Wassergäste von einem Euro auf 1,20 Euro. Nach oben entwickeln sich auch die Beiträge: Pro Quadratmeter Geschossfläche von 10 Euro auf 11 Euro, und für den Quadratmeter Grundstücksfläche von bislang einem Euro auf 1,10 Euro.

Bei der Neukalkulation berücksichtigt wurde eine seit 2017 erzielte Überdeckung von 135 902 Euro, die sich mindernd auf die neuen Gebühren ausgewirkt hat. Hauptauslöser für die neuen Beiträge und Gebühren sind die anstehenden Investitionen. Für diese Projekte möchte die Nord-Ost-Gruppe keine Verbesserungsbeiträge von den Kunden erheben, sondern die Kosten vielmehr über die laufende Gebühr decken.

"Selbst wenn ein Brunnen ausfällt, ist die Wasserversorgung sicher."

Ohne größere Diskussion wurde in der Versammlung auch der Wirtschaftsplan 2021 verabschiedet. Der Vermögensplan weist 4,33 Millionen Euro aus, als vorsorgliche Kreditaufnahme wurden 1,75 Millionen Euro eingeplant. Die größten Positionen im kommenden Jahr sind der Sanierungsabschluss von Brunnen II, die Erneuerung der Wasserleitungen in Erzhäuser, der Krankenhausstraße und am Jobplatz in Neunburg sowie die Rohrsanierung in Kiesenberg (Thanstein). Das aufwändigste Vorhaben ist der Neubau des Hochbehälters Pissau, dafür ist eine Summe von 1,7 Millionen Euro angesetzt. Erschlossen werden die Baugebiete „Bahnhof“, „Seebarn“ und „Hofenstetten“ (alle Stadt Neunburg).

Die Verbandsräte genehmigten den Wirtschaftsplan sowie den Finanzplan, sie gaben auch grünes Licht für die Haushaltssatzung. Verbandschef Klaus Zeiser wurde per Beschluss ermächtigt, den Auftrag zur Sanierung der Hauptleitung „Seebarner Berg/Rötzer Straße“ (320 000 Euro) an den wirtschaftlichsten Bieter zu erteilen, ebenso die Sanierungsarbeiten an der Wasserleitung in Erzhäuser (200 000 Euro). Die Firma Franz Wilhelm (Neunburg vorm Wald) erhält den Auftrag für die Tiefbauarbeiten zur Netzinstandhaltung für die Jahre 2021 und 2022 (179 621 Euro).

Nach Vorliegen der Förderzusage soll der Vorsitzende Notstromaggregate im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung bestellen, beschloss das Gremium. Die Kosten von etwa 200 000 Euro werden durch eine 50-prozentige Förderung unterstützt. Die Firma Hydro-Elektrik GmbH Ravensburg wird den Auftrag für den Edelstahlbehälter des Hochbehälters Pissau (890 841 Euro) erhalten.

„7350 Meter Hauptleitungen wurden allein in diesem Jahr saniert“, zog Klauser Zeiser abschließend ein Resümee und dankte den Verbandsräten für die gute Zusammenarbeit. Er hatte auch die Versorgungssicherheit im Verbandsgebiet betont: "Selbst wenn ein Brunnen ausfällt, ist die Wasserversorgung sicher." Stellvertretender Vorsitzender und Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) richtete seinen Dank an Klaus Zeiser. Dieser regle mit großem Weitblick die Geschäfte des Zweckverbandes.

Bild/Text: Onetz, "Der neue Tag", Weiss